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Veganer Wein – Das steckt hinter dem fragwürdigen Prädikat

Hipster Wein?!
Der Hashtag #vegan macht es vor. Im Social Web findet er immer mehr Anhänger die sich nicht unbedingt nur Hipster nennen. Aber was hat veganer Wein in sich, bzw. was eben nicht? In Wein ist doch kein Tier drin, oder irgendwie doch? Ob vegane, vegetarische, selfieliebende oder kulinarische Weinliebhaber: für Euch gehen wir dem neuen veganen Weintrend unter den Korken #Cheerio

Veganer Wein vs. konventioneller Wein

Wein wird aus Weintrauben hergestellt, die wiederum an Weinreben auf Weinbergen wachsen – Pflanzen also.
Nach der Ernte werden sie gepresst und der gewonnene Traubensaft in Holzfässer gefüllt. Dort gären sie bis das gewünschte Aroma und den gewünschten Alkoholgehalt entwickelt haben – immer noch kein Tier in Sicht.
Jetzt kommt die Abfüllung in die Falschen… Stopp!
Was viele Konsumenten nicht ahnen ist, dass bevor der Wein in der Flasche landet, die Konsistenz und Farbe und somit die Optik des Weins kontrolliert und perfektioniert wird.
Klärung heißt hier das nicht-vegane Zauberwort.
Durch den Reifeprozess im Fass entstehen in der Regel Trubstoffe, die von den meisten Winzern durch den Einsatz tierischer Hilfsmittel gebunden und dem Wein dadurch abgezogen, also filtriert werden.
Man schlägt Eiweiß, tatsächlich das Eiklar eines Hühnereis in den Wein – Hauptsächlich wird tierisches Eisweiß (Albumin) bei Rotweinen verwendet um den Gerbstoffgehalt zu mindern und den Wein zu mildern.
Auch Gelatine, Kasein (Stoff aus pasteurisierter Milch) oder ein Protein aus der Fischblase des Hechts (Hausenblase) verschafft den klaren Wein-Durchblick und den richtigen Farbton.

Weinliebhaber Short-cut:

Veganer Wein ist Wein, der nicht durch tierische Zusatzstoffe geklärt wurde.

Der vegane Ernährungstrend macht auch vor der Getränke- und Genussindustrie keinen Halt und das ist auch vollkommen fair.
Jedem ist selbst überlassen, ob er einen veganen Lebensstil und somit auch die Umwelt ein wenig mehr unterstützt aber die Kennzeichnung was in Lebensmitteln enthalten ist, ist absolut notwendig.
Schon seit 2012 gibt das europäische Weingesetzt vor Albumin, Casein und Lyzozym (ebenfalls ein klärendes Enzym gewonnen aus Hühnereiweiß) auf den Flaschenetiketten aufzuführen. Der Grenzwert liegt hier bei 0,25 mg/l. Grund dafür war, dass diese Stoffe Allergien auslösen können.

Veganer Wein – der Klärungsprozess

Weinliebhaber Short-cut:
Die Alternativen Wein zu klären liegen bei der Zugabe von vegetabiler Gelatine, Bentonit, Aktivkohle (nichttierischer Ursprung) oder Sedimentation.

Viele Winzer betreiben unbewusst schon seit langer Zeit somit ein veganes Weingeschäft, aber die Konsumentenschaft von heute möchte gezielt bewusst kaufen.
Da stehen neben Geschmack, Rebsorten und Weingut auch die Herstellung und die Inhaltsstoffe auf dem Plan.
Ob Biowein, veganer oder konventioneller Wein – mit dem neuen Trend des veganen Weins bekommt man umso mehr das Bewusstsein dafür, dass jeder Tropfen Wein seine Geschichte zu erzählen hat und das man ihn in- und auswendig kennen sollte.
Dieses Bewusstsein macht echte Weinliebhaber aus. Kosten lohnt sich.

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