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Keller oder Wohnung? Wein richtig lagern!

Als Geschenk eine wertvolle Flasche Rot- oder Weißwein bekommen? Diese soll aber erst in ferner Zukunft zu einem besonderen Anlass geköpft werden? Unsere Weinliebhaber Kniffe verraten, wie man Wein richtig lagert – ob mit oder ohne Keller, stehend oder liegend, temperaturen- und inhaltsstoffabhängig und was hilft, um den absoluten Geschmack bei derWeinflaschenlagerung heraus zu kitzeln.

Umso älter desto besser?

Ältere Weine sind besser zu lagern

Wein ist nicht gleich Wein und deshalb ist die Frage, wie lange man seinen Wein lagern kann darauf ausgerichtet, was im Wein eigentlich drin steckt.
Eine Faustregel zur Weinlagerung besagt, dass umso qualitativer der Wein ist, desto länger lagerbar ist er, da häufig die vollkommene Reife erst nach ein paar Jahren außerhalb des Weinfasses eintritt.

Bei Rot- und Weißweinen gilt, dass wenn eine hohe Menge an Alkohol (> 12%), Säure und Süße enthalten ist, diese sich länger halten. Das sind alles Konservierungsfaktoren die wesentlich die Haltbarkeit eines Weins, neben der richtigen Lagerung, beeinflussen.
Zum Rotwein kommt noch der Anteil an Gerbstoff hinzu. Ein Blick auf das Etikett verrät, ob ein edler Tropfen den Weg in denWeinkeller gefunden hat und welche Inhaltsstoffe ihn auszeichnen.

Wer dann zu einem bestimmten Anlass einen extravaganten Wein geschenkt bekommen hat, wie zum Beispiel einen im Barrique-Fass gereiften Wein, Eiswein oder eine Trockenbeerenauslese, kann diesen 15 – 20 Jahre lagern. Wichtig hierbei sind wiederum die Lagerbedingungen und das Maß an den bereits aufgeführten konservierenden Inhaltsstoffen.
Edle trockene Weine, vor allem Rotweine, halten sich problemlos 5 – 10 Jahre.
Spätlesen, Auslesen und säurehaltige Weine halten sich sogar noch etwas länger.

Echte Weinliebhaber probieren folgendes: Um die Geschmacksentwicklung verfolgen und schmecken zu können bietet es sich an, diverse Flaschen Wein von einer Sorte auf Vorrat zu kaufen und in Abständen zu probieren. Dies sollte natürlich nur bei Weinen erfolgen, die für eine Lange Weinlagerung bestimmt sind.

Diverse Weinsorten – diverse Weinlagermöglichkeiten?

Rote Weintrauben an der Rebe

Der Unterschied von Weißwein und Rotwein liegt nicht nur in Farbe, Geschmack oder der Rebsorte, sondern auch die Trinktemperatur ist entscheidend.

Dann müsste man doch eigentlich beide unterschiedlich kühl in einem Weinregal lagern, oder?

Genau das ist nicht der Fall. Wein fühlt sich, egal ob rot oder weiß, bei einer Lagertemperatur von etwa 10-12 Grad Celsius sehr wohl und entgeht dadurch der Reaktion “sauer” zu werden.
Wenn die Temperatur beispielsweise im Winter zu niedrig (unter 5 Grad Celsius) sinkt, besteht die Gefahr, dass die Weinsäure ausfällt. Das bedeutet, dass diese sich in Form von Kristallen am Boden der Weinflasche ablagert.
Zu hohe Temperaturen im Sommer (über 20 Grad Celsius) treibt den Alterungsprozess des Weins an, indem die im Wein enthaltenen gebundenen Kohlensäuren und die Aromastoffe sich verflüchtigen.

Merke: Umso wärmer die Lagertemperatur, desto schneller reift der Wein in der Flasche. Wenn dazu noch der Korken austrocknet, sich zusammenzieht und somit Sauerstoff in die Flasche lässt, tritt dieser Prozess noch schneller ein.

Zudem sollte die Weinflaschenlagerung in einer ruhigen, geruchsneutralen und lichtarmen, am besten in einer dunklen Umgebung geschehen.
Wenn Flaschen zu lange dem schädigenden UV-Licht ausgesetzt sind, erkennt man dies an der Farbe. Rotweine verblassen und Weißweine nehmen einen goldigen Farbton an.
Wenn genügend Luftfeuchtigkeit im Raum herrscht kann dem Wein nichts passieren, es sei denn es ist zu feucht und der Korken nimmt Schimmelbakterien auf, die über die Korkporen in den Wein gelangen. Mit 65 – 70% ist man auf der weinsicheren Seite.
Wer seinem Keller nicht ganz vertraut, kann auch hier auf einen Weintemperierschrank zurückgreifen.

Weinkeller vs. Weinlagerung ohne Keller

Weinflaschen im Weinregal

Weinregale mit den edelsten Tropfen gestapelt bis unter die gewölbte Decke. Schummriges Licht, verstaubte Flaschen und deren Etiketten aus vergangenen Epochen.
So stellt man sich die typische Weinlagerung vor, doch was machen, wenn kein Keller vorhanden ist?
In diesem Fall sucht man sich den kühlsten Ort (nicht den Kühlschrank) in den eigenen vier Wänden.

Weinkühlschrank

Wer seinen Wein nicht unbedingt unter dem Bett lagern möchte, der greift zu der Alternative des Weintemperierschrankes.
Dieser stellt einen praktischen und auch chicen Komfort dar und greift die gleichen Bedingungen eines idealen Weinkellers auf – nur in einer Nummer kleiner. Somit ist der Weinvorrat schnell greifbar, wenn unerwarteter Besuch erscheint, oder man sich den langen Weg in den Keller sparen möchte.

Hier geht es zu den Weinkühlschrank-Bestsellern bei Amazon.

Stehende Flaschen vs. liegende Flaschen

Flaschen sind mit ihrem Flaschenboden dazu gemacht zu stehen. Aber gilt diese Funktion auch bei der Weinflaschenlagerung?
Ausschlaggebend dafür ist der Verschluss des Weins.
Während damals Wein hauptsächlich verkorkt wurde, bieten heutzutage viele Winzer ihre Flaschen auch mit Plastikkorken oder Schraubverschlüssen an.

Liegend bei Korken

Wenn der Lieblingswein mit einem Korken versehen ist, sollte der Wein umgehend liegend gelagert werden damit der Korken nicht austrocknet und sich, wie oben beschrieben, zusammenzieht und luftdurchlässig wird. Für hochqualitative Tropfen wird meist ein spezieller Siegellack verwendet, der den Korken zusätzlich schützt.

Stehende Lagerung

Wenn die Gaumenfreude jedoch innerhalb von 1 – 2 Jahren konsumiert werden soll, kann man die Flaschen auch stehend lagern, da die Feuchtigkeit in der Flasche ausreicht, um den Korken nicht austrocknen zu lassen.
Sicher ist allerdings sicher liegend, denn es wäre schade, wenn man mal eine Flasche vergessen sollte.
Sind die Weinflaschen auf “moderne” Art und Weise (Kunststoffkorken, Glasverschluss, Kronkorken) verschlossen worden, können diese ihre aufrechte Haltung bewahren und im Weinregal stehend gelagert werden.

DIY – der Weinkeller-/ Weinregaltrend

Wer möglicherweise in seiner Wohnung einen kühlen und dunklen Abstellraum hat der zudem eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit führt, kann diesen zu einem schnieken Weinsammelsorium ausbauen, welches den Einrichtungstrends in nichts nachzustehen hat.

Im Internet oder auf Flohmärkten bekommt man sie: Weinkisten.
Aus Holz, aus deutschen Landen, aus der fernen Toskana, offen oder geschlossen.
Die perfekten Weinregale für eine übersichtliche Ordnung zwischen rot, weiß und rosé.

Für Aufgeräumte Weinliebhaber: Präzise und gradlinig die Kästen übereinander waagerecht an die Wand bohren und die Flaschen hineinlegen.

Für die Extravaganz senkrecht und waagerecht die Kisten abwechselnd und mit Abstand voneinander an die Wand bohren. So können Weine mit längerer Lagerung liegend und die für den schnellen Genuss, stehend aufbewahrt werden.

Wenn Stromanschluss vorhanden ist, kann man zusätzlich noch einen Weintemperierschrank mit einbauen, der den rustikalen Charakter der Holzkisten durch sein modernes Äußeres auflockert.

So kann man seine Gäste mit einem Wohn- und Weinhighlight willkommen heißen.


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