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Weinbaugebiet Chablis

Beim Weinbaugebiet Chablis handelt es sich um das nördlichste Weinbaugebiet in Burgund und liegt nahe Pouilly. Hier wird auf Kalksteinboden nur Chardonnay angebaut. Die Weinanbaufläche beträgt rund 4.500 Hektar. Der dort erzeugte Wein wird unter dem Namen Chablis verkauft.

Dieser ist trocken, fruchtig und zeichnet sich durch seine erfrischende Säure sowie die grün-goldene Farbe aus. Insgesamt betrug die Produktionsmenge im Jahr 2002 264.175 Hektoliter. Die Appellation Petit Chablis ist die niedrigste Qualitätsstufe. Davon wurden im Jahr 2002 36.194 hl erzeugt, während es die mittlere Qualitätsstufe, die AOC Chablis auf stolze 178.483 hl brachte. Neben der Chablis Premiers Crus bilden die Chablis Grands Crus die höchste Qualitätsstufe des Weinbaugebiets. Unter die höchste Qualitätsstufe fallen beispielsweise Blanchot, Valmur, Grenouilles oder Bourgros.

Bild: 2014er Petit Chablis von Chablisienne hier gekauft.

Das Klima, die Mineralität und Bodenbeschaffenheit

Grundsätzlich ist das Klima in diesem Teil der Bourgogne kontinental. Während der Winter zwar kalt und lang ist, gestaltet er sich in der Regel sehr trocken. Dennoch besteht nicht selten die Gefahr von Spätfrösten, die bis in den Mai hinein andauern können.

Sowohl im Mai, als auch im Oktober treten häufig Regenfälle auf, die sehr ergiebig sind. Zwar ist der Sommer recht kurz, dennoch sind die Temperaturen dann umso höher. Der Boden, auf welchem die Reben in Chablis angebaut werden, besteht aus Kalkstein, der je nach Lage in unterschiedlicher Stärke an die Oberfläche tritt. Ab und an sind im Kalkstein fossile Überreste und Mergel-Schichten zu finden.

Qualitätsstufen in Chablis

In der Weinbauregion gibt es grundsätzlich vier Qualitätsstufen. Diesen sind jeweils Appellationen zugeordnet.

Grand Cru

So gibt es den Grand Cu, zu welchem es sieben Lagen gibt, die eine Fläche von 100 Hektar einnehmen. Die Lagen heißen Vaudésir, Valmur, Les Preuses, Les Grenouilles, Les Clos, Bougros und Blanchot.

Premier Cru

Der Premier Cru besitzt insgesamt 40 Lagen. Wichtig dabei ist, dass Weine dieser Qualitätsstufe den Namen einer Einzellage auf dem Etikett tragen dürfen. Auch die Bezeichnung einer der Lagengruppen ist tabu. Die bekanntesten Premier Crus sind Montée, Vaillons, Fourchaume oder Tonnerre. Rund 750 Hektar werden für die Qualitätsstufe benötigt.

Das Gebiet der mittleren Qualitätsstufe ist mit rund 3000 Hektar besonders groß. Hier befinden sich die Lagen oftmals an Hängen und sind nördlich oder östlich ausgerichtet. Zwar ist diese Ausrichtung nicht ganz ideal, dennoch entstehen hier in guten Jahren durchaus bemerkenswerte Weine. Auch hier dürfen einzelne Lagen nicht auf dem Etikett angegeben werden. Rund 60% der in der Region gekelterten Weine entfallen auf diese mittlere Qualitätsstufe, was die große Anbaufläche erklärt.

Petit Chablis

Der Petit Chablis stellt in diesem Teil der Bourgogne die niedrigste Qualitätsstufe dar. Insgesamt 1800 Hektar Rebland sind ausgewiesen. Auf diesen darf der Petit Chablis angebaut werden. Von diesen 1800 Hektar werden jedoch nur 600 Hektar tatsächlich genutzt. Der Wein der niedrigsten Qualitätsstufe lässt sich weniger lange lagern und ist grundsätzlich sehr säurehaltig. Es besteht die Überlegung, den Namen der niedrigsten Qualitätsstufe zu ändern, da dieser sehr verniedlichend wirkt oder diese Qualitätsstufe sogar gänzlich abzuschaffen.

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