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Wie läuft eine Weinprobe ab? So funktioniert die Degustation!

Eine Weinprobe dient dazu, einen oder mehrere Weine zu probieren, um sich ein Bild vom Aussehen, Geruch und Geschmack zu machen.

Arten von Weinproben

Weinproben gibt es in vielen Erscheinungsformen. Wir unterscheiden unter:

  • gewerblichen Weinproben
  • Weinproben im privaten Rahmen
  • Weinproben unter labortechnischen Bedingungen, wie sie für den Qualitätswein gefordert sind.

Hinzu kommen Weinproben, die der Qualitätssicherung dienen, zum Beispiel während der Fassreife, und die, die der Winzer in seiner Probierstube abhält, um seine Weine zu verkaufen.

Weinprobe, Degustation oder Verkostung?

degustation

Oft begegnen wir dem Wort Degustation. Mit diesem Begriff aus dem Französischen sind Weinproben benannt, die sich auf das Verkosten von Wein beziehen. Verkostung, wieder ein Begriff, der für Weinproben genutzt wird aber nichts anderes aussagt, als dass der Wein verkostet und bewertet wird. Dieser Wortschöpfung wird meist für die professionelle Arbeit von Sommeliers, Weinkritikern oder Experten benutzt. Bei der amtlichen Untersuchung von Qualitätsweinen spricht man zum Beispiel von Verkostung der vorgestellten Weine, der immer eine Blindverkostung angeschlossen ist.

Die Begriffe Degustation, Verkostung und Weinprobe erfassen alle Facetten des Weintrinkens. Zumeist werden dabei mehrere Weine miteinander verglichen und ihre Qualität beschrieben. Anlassbezogen haben sich für gewerbliche Bereiche, amtliche Untersuchungen und dem privaten Weinvergnügen die verschiedenen Bezeichnungen qualifiziert.

Zur Veranschaulichung:

  • Der Laie bastelt eine Bank
  • Der Schreiner schreinert eine Bank
  • Das Werk stellt eine Bank her

Verbal mag es Unterschiede geben, aber in der Praxis tun alle das Gleiche.

Wie richte ich eine Weinprobe im privaten Umfeld aus?

Schon bei der Einladung sollten wir immer darauf achten, dem Gast mitzuteilen wie der Ablauf geplant ist. Ist die Weinprobe der Abschluss eines gemeinsamen Essens oder schließt sich dieses der Weinprobe an? Werden während der Weinprobe kleine Snacks gereicht oder widmet man sich ausschließlich dem unverfälschten Geschmacksempfinden der Weine?

Grundsätzliches:

Das sind grundsätzliche Fragen, die sich der Gastgeber stellen muss, um dem Gast die Möglichkeit zu bieten und gegebenenfalls für eine entsprechende Grundlage zu sorgen, um der Anzahl der Weine standzuhalten und die Weinprobe genießen zu können.

Bei 5 0der gar 10 verschiedenen Weinen ist eine solide Grundlage unverzichtbar. Professionelle Weintester spucken den Wein in dafür bereitgestellte Gefäße aus, was dem Laien evtl. seltsam anmutet. Aber bei teils 100 verschiedenen Weinen, die der Tester an einem Tag verkostet, ist diese Methode unumgänglich, um ein „nüchternes“ Resultat zu erzielen. Der private Rahmen sieht solche Maßnahmen nicht vor, hier gilt es den Wein zu genießen und zu trinken.

Kleine Tipps zur Vorbereitung der Weinprobe:

Gläser

Der Gastgeber sollte über eine ausreichende Anzahl von Weingläsern verfügen, die im Optimum langstielig beschaffen sind und über eine bauchige, sich oben verjüngende, Form verfügen. Diese Form stellt sicher, dass der Wein über ausreichende Oberfläche verfügt, Sauerstoff aufnehmen kann und die sich entwickelnden Aromen lange im Glas verbleiben. Der lange Stiel verhindert die schnelle Erwärmung des Inhaltes durch die Körperwärme, übertragen von der Hand.

Beleuchtung

Eine helle, bestenfalls weiße Tischdecke optimiert die Wahrnehmung der Farbe des Weines. Bei entsprechender Beleuchtung gibt der Wein bei der Betrachtung, gegen das Weiß der Decke, seine Farbe unverfälscht wieder.

Häppchen und Essen

Ob nun während der Weinprobe Brot, Käse oder weiteres gereicht wird, liegt ganz im Ermessen des Gastgebers. Über den Sinn oder Unsinn streiten sich die Gelehrten, ohne sichtbaren Erfolg. Eine Fraktion stellt den Weingeschmack in Frage, sollte er mit anderen Geschmäckern verfälscht werden, die andere Fraktion schwört auf die neutralisierende Wirkung von Beigaben, um jeden Wein erneut optimal bewerten zu können. Lassen Sie sich davon nicht beeinflussen. Die privat ausgerichtete Weinprobe steht für Geselligkeit, Freundschaft und gemeinsamen Genuss von leckeren Weinen, dabei muss niemand Expertisen abliefern oder in Akribie verfallen.

Schreibutensilien

Für jeden Gast Schreibutensilien bereitlegen, kein Mensch kann alle Eindrücke im Kopf behalten. Die Aufzeichnungen geben oft Anlass für Gesprächsstoff, der dem Abend den rechten Rahmen verleiht und ihn mit Witz und guter Laune krönt.

Vorbereitung der Weine:

weinpruefungWein/Sektkühler oder auch Kühlmanschetten sorgen für die richtige Weintemperatur, diese sollten bereits frühzeitig vorgekühlt sein, damit sie, optimal eingesetzt, den Wein lange auf die richtige Trinktemperatur halten.

Die Weine einige Stunden vor der Weinprobe bereits aus dem Keller holen und sie in einer aufrechten Position ruhen lassen. So kann sich evtl. vorhandener Weinstein oder andere Schwebstoffanteile am Flaschenboden absetzen und den späteren Ablauf nicht stören. Die Temperatur der Weine muss langsam und schonend eingestellt werden, bis sie ihre optimale Trinktemperatur erreicht haben. Zu warme Weine sollten keinesfalls (zur Zeitersparnis) in der Gefriertruhe oder im Eisfach schockbehandelt werden. Weine sind fragile Gebilde, die Aromen darin bilden eine Struktur, die empfindsam auf abrupte Temperaturschwankungen reagiert, schlimmstenfalls aufbricht und den Charakter des Weines verändert.

Kühlmanschetten mit der optimalen Trinktemperatur sind eine gute Wahl, um den Wein schonend auf die Weinprobe vorzubereiten. Zu kalte Weine stellt man einfach bei Zimmertemperatur auf den Tisch und lässt sie dort solange verweilen, bis die optimale Trinktemperatur erreicht ist. Eine Kühlmanschette sorgt dann weiterhin für deren Stabilität.

Weinprobe:

Erzählen sie den Gästen ein wenig über den Wein, der gerade verkostet wird. Die Entstehungsgeschichte, ein paar Worte zum Terroir und der eigene Eindruck (oder der des Winzers) werden die Gäste dazu animieren, die genannten Attribute zu finden, mit dem Auge, der Nase und dem Gaumen. Je mehr Sie über den Wein erzählen und je intensiver Sie die Gäste ins Thema einbinden umso interessanter und kurzweiliger wird die Weinprobe verlaufen.

Benutzen Sie ruhig ein gehobenes Wein-Vokabular, so ist jeder Wein am besten zu beschreiben. Versäumen Sie aber keinesfalls spezifische Fachausdrücke zu erläutern, so zu erläutern, dass auch der Laie sie deuten kann und sich nicht geschulmeistert fühlt.

Weinproben unter Weinkennern, Spezialisten, Önologen oder Sommeliers laufen natürlich nach einem anderen Schema ab. Lassen Sie sich zu Hause davon nicht irreleiten. Bei der privaten Weinprobe im Freundeskreis stehen die Geselligkeit und die Freude im Vordergrund, und das ist gut so.

 

Bildqulle:

www.deutscheweine.de

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